Düsseldorfer Jugend gestaltet nachhaltigen Jugendtag 2015

Düsseldorf, Oberhausen – auch in diesem Jahr war das Jugendgremium „Gremie“ aus dem Bezirk Düsseldorf bei der Vorbereitung und Durchführung des Jugendtages an Himmelfahrt beteiligt. Die Jugendlichen hatten sich als einen Schwerpunkt das Thema Nachhaltigkeit gesetzt.

Nachmittagsprogramm

Unter dem Motto „Die Fußspuren Christi – der Weg zum Himmel“ fand am 21. Mai 2015 in der Arena Oberhausen der diesjährige Jugendtag statt (siehe www.nak-nrw.de). Als ein besonderes Highlight konnte Stammapostel Jean-Luc Schneider (internationaler Kirchenpräsident) als Gast begrüßt werden.

Spot Anreise ÖPNV

Bereits seit einem Jahr bereiteten die Düsseldorfer Jugendtags-Teammitglieder den Jugendtag vor. Unter dem Gesichtspunkt, welche Spuren wir als Menschen auf dieser Erde hinterlassen, fokussierten sich die Düsseldorfer Gremie‘s auf das Themenfeld Nachhaltigkeit. Anhand des Dreisäulenmodells „Ökologie – Ökonomie – Soziales“ entwickelten die Jugendlichen auf kreative Weise unterschiedliche Projekte.

CO2-neutraler Jugendtag

CO2-Spendenbox

StAP mit Setzling

Unter dem Umweltaspekt sollte der Jugendtag 2015 CO2-neutral gestaltet werden. Kohlenstoffdioxid (CO2) als klimaschädliches Gas fällt bei solch einem Event in unterschiedlichen Bereichen an. Der größte Anteil entfällt auf die An- und Abreise der Teilnehmer und das Mittagessen, aber auch Strom-, Heiz- und Wasserverbrauch in der Arena spielen eine große Rolle. Um den CO2-Verbrauch zu kompensieren, wurden unterschiedliche Aktionen durchgeführt:

  • Der CO2-Verbrauch des eigentlichen Events (Aufbau und Logistik, Equipment, Strom- und Heizverbrauch) wurden über die Organisation atmosfair kompensiert.
  • Im Vorhinein wurde für die Anreise mit Bus und Bahn sowie das Bilden von Fahrgemeinschaftgen geworben, um den CO2-Beitrag zu senken. Clips unter: com channel Jugendtag NRW.
  • Über CO2-Spendenboxen konnten die Teilnehmer ihre An- und Abreise kompensieren.
  • 450 Baumsetzlinge sollten in den Gemeinden aus NRW und den Niederlanden gepflanzt werden.

450 Setzlinge werden in NRW und den Niederlanden gepflanzt

Schild Setzling

Team Umtopfaktion am 1. Mai

Die Jugendlichen hatten 450 Setzlinge vom Typ Feldahorn (Acer campestre, Baum des Jahres 2015) organisiert und in Jutebeuteln und gesammelten Recycling-Einkaufstüten verpackt. Die Setzlinge dienten am Jugendtag zum einen als nachhaltiger Blumenschmuck. Nach dem Jugendtag soll in jeder der 425 Gemeinden in NRW und den Niederlanden ein Setzling gepflanzt werden. Durch das Heranwachsen der Bäume wird CO2 im Holz gespeichert und so der CO2-Verbrauch des Jugendtages kompensiert, im besten Fall sogar eine positive CO2-Bilanz erreicht.

Alle 450 Setzlinge wurden nach dem Jugendtag von den Teilnehmern mitgenommen, die Nachfrage war sogar größer als das Angebot. Über die facebook-Gruppe Jugendtag NRW dokumentierten und posteten die Jugendlichen ihre Pflanzaktionen in ihren Gemeinden auf kreative Weise mit Bildern und Videos. Auch Stammapostel Schneider hatte versprochen einen Setzling in der Kirchenverwaltung in Zürich zu pflanzen.

Was hat Nachhaltigkeit mit der Kirche oder dem Christsein zu tun?

Oberhausen-Mitte

In einem Beitrag während des Jugendnachmittags gab es eine Einleitung ins Thema Nachhaltigkeit. Die Jugendlichen verdeutlichten das Dreisäulenmodell mit selbstgebastelten Zahnrädern (Ökologie – Ökonomie – Soziales), die nur im Zusammenspiel eine erfolgreiche nachhaltige Entwicklung ermöglichen.

Gelsenkirchen-MitteDie drei Dimensionen wurden dann auf den Glauben übertragen. Dazu streifte sich der Moderator den Kittel ab und enthüllte sich im schwarzen Anzug. Verantwortung für die Schöpfung, also unsere Umwelt, wurden aus 1. Mose 2,15 abgeleitet: „Und Gott der Herr nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte“.

Bielefeld-MitteAber auch die soziale Verantwortung für den Nächsten, wie auch für die globalisierte Gesellschaft, formulierte Jesus im Auftrag: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ (Mk 12,31).

Aachen-MitteDie ökonomische Dimension, also der langfristige wirtschaftliche Erfolg als Motivation für nachhaltige Projekte, wurde für den Christen oder auch die Kirche in die Dimension Spirit verwandelt und die Frage gestellt was einen Christen motiviert (siehe dazu die Vision der neuapostolische Kirche).

  1. Es motiviert in einer Kirche aktiv zu sein, in der wir uns wohlfühlen.
  2. Wenn wir vom heiligen Geist und der Liebe Gottes erfüllt sind, finden wir dann nicht auch schon Lebensglück auf dieser Erde?
  3. Unser langfristiges Ziel ist die Wiederkunft Christi. Welch eine Motivation, die in unserem Leben nachhallt.

2,5 mal um die Erde

Für die CO2-Kompensationsaktion sammelten ca. 20 Jugendliche an den drei selbstgebauten CO2-Boxen Spenden, um die An- und Abreise zum Jugendtag CO2-neutral zu gestalten. Auf einem Plakat wurden Informationen zu den unterschiedlichen CO2-Verbräuchen verschiedener Verkehrsmittel dargestellt.

Insgesamt wurden 510 € gespendet, welche der gemeinnützigen Organisation atmosfair zu Gute kommen. Dieser Spendensumme entspricht eine kompensierte Fahrstrecke von 100.790,5 Kilometern mit dem PKW, also dem 2,5-fachen Erdumfang.

Bei Fragen und Informationen freut sich das Jugendgremium „Gremie Düsseldorf“ über E-Mail‘s: jugend@nak-duesseldorf.de.

 

Weitere Links:

Artikel Jugendtag:

 

Text: Stephan Dörries.

Photos: Gremie Düsseldorf (Stephan Doogs, Stephan Dörries), Neuapostolische Kirche K.d.ö.R (Marcel Korstian, Andreas Otto, Louis-René Pieper).