Ideensammlung

Die Initiative Schöpfungsverantwortung hofft mit dieser Ideensammlung Inspiration zu geben, was in Gemeinden umgesetzt und verbessert werden könnte.

Die Ideen sind nach Handlungsfeldern geordnet:

Verpflegung

  • (c) WP

    Mehr regionales und biologisches sowie mehr veganes und vegetarisches Essen bei Gemeindefesten, Kirchentagen, generell allen (Groß-)Veranstaltungen -> verantwortungsbewusste Haltung gegenüber Umwelt und Tieren

  • Veranstaltung eines „Veggie“-Brunchs, um die Gemeindemitglieder dafür zu sensibilisieren
  • Angebot von Fair trade-Produkten (z.B. Kaffee /Tee)
  • Reduzierung / Vermeidung des Wegwerfens von Lebensmitteln
  • Austausch von selbst angebauten Lebensmitteln innerhalb der Gemeinde
  • Abfallvermeidung (Produkte mit weniger Verpackung bevorzugen)

Beschaffung

  • (c) WP

    Einmal-/Plastikgeschirr durch Mehrweggeschirr ersetzen

  • Mehr regionalen/saisonalen Blumenschmuck verwenden – einen Saisonkalender für Schnittblumen gibt es z.B. hier; unseren Leitfaden „Nachhaltiger Altarschmuck“ findet ihr hier; Blumenschmuck kann auch gegen eine Spende für den guten Zweck abgegeben werden, wie z.B. in Biel (Schweiz, siehe dieser Bericht)
  • Umweltfreundliche Putzmittel und Hygieneartikel beschaffen und nur solche/so viele, wie gebraucht werden – Infos dazu hier
  • Nur Klopapier/Papierhandtücher aus Recyclingmaterial (am besten Blauer Engel) beschaffen
  • Prüfen, ob Verbrauch von Klopapier/Papierhandtüchern z. B. durch weniger lagiges Klopapier/Alternativen zu Papierhandtüchern gesenkt werden kann
  • Recyclingpapier (am besten Blauer Engel) für Gemeindeblätter, Flyer, Terminplaner etc.
  • Verwaltung sollten bei der Beschaffung umweltfreundlicher Büromaterialien Vorbild sein
  • Zentrale und lokale Beschaffungsrichtlinien entwickeln – ein gutes Beispiel gibt es z.B. hier – und evtl. Verantwortliche je Gemeinde dafür festlegen
  • Als Kirche / Gemeindemitglieder in erneuerbare Energien investieren
  • Umstellung auf Ökostrom – wirklich gute Ökostromanbieter sind hier aufgelistet

Mobilität

  • Mehr gemeinsame Kfz-Nutzung / Koordination von Fahrgemeinschaften
  • Reduzierung erforderlicher Fahrten durch Zusammenlegung von Gottesdiensten mit anderen kirchlichen Aktivitäten, z.B. Gesangstunden (Nebeneffekt: Heizkosteneinsparung!)
  • Umweltfreundliche Mobilität bei (Groß-)Veranstaltungen, z.B. ÖPNV-Ticket, Fahrräder, Mitfahrerbörse
  • Berücksichtigung der Fahrtwege bei der Planung von kirchlichen Großveranstaltungen (Jugendtage, Seniorentage etc.)
  • Standortplanung von Kirchen -> bessere ÖPNV-Anbindung und Berücksichtigung / Minimierung der Fahrtwege der Glaubensgeschwister
  • Fahrradstellplätze bei Kirchenbauplanung berücksichtigen
  • Mehr Seelsorge mit dem Fahrrad

Energie und Ressourcen

  • (c) WZ

    (c) WZ

    Stromeinsparmöglichkeiten identifizieren und nutzen

  • Maßnahmen zur Energieeinsparung können auch an einen sog. Contractor übergeben werden, welcher möglichst effiziente Lösungen sucht und von den Kosteneinsparungen mit profitiert. Dieses Modell nennt man Contracting, weitere Infos hier.
  • Umstellung auf Ökostrom – wirklich gute Ökostromanbieter sind hier aufgelistet
  • Installation von Photovoltaik zur Stromerzeugung auf dem Kirchendach
  • „intelligent“ heizen = richtige Steuerung der Kirchenheizung (passende Vorlaufzeiten zum Aufheizen, Räume nicht zu stark aufheizen, selten genutzte Räume nur bei Bedarf aufheizen)
  • Heizungsanlage durch umweltfreundlichere ersetzen bzw. Heizung auf nachwachsende Rohstoffe umstellen (z. B. Holzpellets, Hackschnitzel, Laubpellets); wenn die Gasheizung nicht ausgetauscht werden kann / soll, Umstellung auf Windgas (aus überschüssigem Windstrom erzeugter Wasserstoff oder Methan) oder andere Formen von „Power-to-Gas“ nutzen
  • effektive Gebäudedämmung: Passivhausstandard für neue Gebäude, Nachrüstung alter Gebäude
  • bei Neu- oder Umbauten Installation moderner LED-Beleuchtung
  • Anbringen von Durchflussbegrenzern an Handwaschbecken und von Sparschaltern an Toiletten
  • Nutzung von Brauchwasser für Toiletten
  • (c) privat

    (c) privat

    Regenwasserversickerungsanlagen bauen, um das Regenwasser vor Ort versickern zu lassen, wodurch das saubere Wasser wieder dem natürlichen Wasserkreislauf zugeführt wird. Die Kosten sind durch Einsparungen bei den Abwassergebühren und vermiedene Ausgaben wie beim Anschluss der Regenrohre an die Kanalisation innerhalb von etwa 3 Jahren amortisiert. Die NAK Castrop-Rauxel-Nord hat eine solche Anlage, siehe hier.

  • Flächenversiegelung durch Gittersteine, zum Beispiel auf Parkplätzen, vermeiden
  • Dachbegrünung des Kirchendaches
  • Konsequente Mülltrennung
  • Die Digitalisierung nutzen und weniger ausdrucken, was auch digital verbreitet / weitergegeben werden kann
  • Verantwortungsvolle Entsorgung alter Technik aus der Kirche
  • Energie-/Umweltmanagementsystem bei (Groß-) Veranstaltungen einführen

Natur- und Artenschutz

  • 2014-07-24 08.19.31Kirchenrasen durch Blumenwiesen ersetzen-> Inseln für Insekten stehen lassen
  • Generell den Garten der Kirche naturnah gestalten (Blumenwiese statt Rasen, Obstbäume und heimische Büsche statt immergrüne Gehölze usw.)
  • Haus- und Gartenbesitzer unter den Geschwistern sensibilisieren, sich an dem naturnahen Kirchgarten zu orientieren
  • Kirchengebäude naturnah gestalten (Wandbegrünung, Nisthilfen für Vögel usw.)
  • Insektenhotel zum Lebensraumerhalt und für die Umweltbildung aufstellen
  • Besprechung und Beobachtung von „Ekelarten“, wie z. B. Spinnen, um Achtung auch vor diesen Tieren zu entwickeln
  • Exkursionen anbieten, z. B. Vogelstimmenwanderung, Wiesenblumenbestimmungswanderung, etc., zum besseren Kennenlernen unserer örtlichen Natur (ggf. in Kooperation mit örtlichen Naturschutzorganisationen wie NABU oder BUND)
  • Hilfsaktionen bei örtlichen Naturschutzproblemen wie Amphibienwanderung über eine Straße, Müllsammelaktion in freier Landschaft, usw.

Interne Sensibilisierung

  • (c) NAK NRW

    (c) NAK NRW

    Schöpfungsverantwortung auf die innerkirchliche Agenda setzen!-> Sensibilisierung für Umweltschutzgedanken (top down), Infoveranstaltungen

  • Vorbildfunktion der Kirchenleitung (Fuhrpark etc.)
  • Ansprechpartner für Umweltfragen in der Kirche benennen
  • Schöpfungsverantwortung in Lehrplänen verankern
  • Entwicklung von Unterrichtsmaterialien zum Thema „Schöpfungsverantwortung“, ggf. auch für eine Einzelstunde, welche optional genutzt werden können
  • Angebote für Jugend, Senioren und aktive Mitte zum Thema schaffen
  • Beispiele für praktizierte Schöpfungsverantwortung aus den Gemeinden, Bezirken, etc. melden, so dass sie hier veröffentlicht werden können
  • Alltagstaugliche Schritte zur Umsetzung von Schöpfungsverantwortung aufzeigen (eine gute Broschüre dafür ist „Der nachhaltige Warenkorb“)
  • Gebet für die Schöpfung, z.B. am ökumenischen „Tag der Schöpfung
  • Biblische Grundlagen zum verantwortungsvollen Umgang mit der Schöpfung haben wir hier erarbeitet

Öffentlichkeitswirksame Aktionen / Aktivitäten

  • IMG_9644Beteiligung an öffentlichen Umweltschutzaktionen (z. B. Putzaktionen etc.)
  • Beteiligung an städtischen Kinderferienprogrammen zum Thema „Schöpfungsverantwortung“
  • Beteiligung an „Fair Trade“-Aktivitäten (z. B. mit Einsatz/Verkauf von fair gehandelten Produkten, z. B. auch im Rahmen einer „Fair Trade Town“)
  • Wettbewerb für Gemeinden ins Leben rufen z.B. welche spart am meisten Energie?

Sonstiges

  • Zu verantwortungsvoller Geld- und Vermögensanlage wechseln, Stichwort „Divestment