Aus dem Inhalt

Die Workshops sind in vier Themenblöcke aufgeteilt. Zunächst beleuchten wir den aktuellen Zustand der Schöpfung und machen auf die drängendsten Umweltprobleme aufmerksam. Diese sind vor allem der menschgemachte Klimawandel durch den Ausstoß von Treibhausgasen und der Rückgang der Artenvielfalt durch die Zerstörung von Lebensräumen. Der Klimawandel hat zum Beispiel zur Folge, dass sich die weltweite Durchschnittstemperatur um einige Grad Celsius bis zum Ende des Jahrhunderts erhöhen wird, dass der Meeresspiegel ansteigen wird und dass es verstärkt extreme Dürre- und Niederschlagsperioden geben wird. Diese Folgen werden das Leben vieler Menschen in dramatischer Weise verändern: Es kann zu Hungersnöten, Flüchtlingsströmen und sogar zu Kriegen um Wasser, fruchtbares Land und Nahrung kommen.

Der zweite Themenabschnitt beschäftigt sich mit der sich aus dem biblisch-theologischen Kontext ableitenden Verantwortung als Christinnen und Christen für die göttliche Schöpfung. In Bezug auf die Bibelstelle in 1. Mose 1,28 „Macht euch die Erde untertan“ erläutern wir, dass man das hebräische Wort aus dem Urtext der Bibel mit zwei verschiedenen Worten übersetzen kann, nämlich mit „herrschen“ oder mit „bewahren“. In Verbindung mit der ebenfalls der Schöpfungsgeschichte zu entnehmenden Vorstellung der Gottebenbildlichkeit des Menschen wird deutlich, dass wir Menschen als Stellvertreter Gottes auf dieser Erde eine Verantwortung für die göttliche Schöpfung tragen.

Im nächsten Teil blicken wir über den Tellerrand und präsentieren Positivbeispiele aus anderen Kirchen wie beispielsweise den Evangelischen Kirchentag, der jedes zweite Jahr eine der umweltfreundlichsten Großveranstaltungen Deutschlands ist, das Umweltmanagementsystem „Der grüne Gockel“ für Kirchengemeinden sowie den Aktionstag „Ökumenischer Tag der Schöpfung“, der von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) ins Leben gerufen wurde.

Im vierten und interaktiven Teil des Workshops wird über Ideen, Projekte und Vorschläge diskutiert. Dabei gilt es stets zwei Handlungsebenen zu unterscheiden: die individuelle und die gemeindliche bzw. kirchliche. Was im Bereich Umweltschutz im Alltag getan werden kann, zeigt zum Beispiel die Broschüre „Nachhaltiger_Warenkorb“ des Rates für nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung, welche auf dessen Seite kostenlos bestellt werden kann (Link). Beim Workshop in der Gemeinde Humboldthain wurde eine konkrete Agenda für die Gemeinde erarbeitet. Außerdem wurden bereits einige Vorschläge gesammelt, welche für ganze Gebietskirchen oder die Neuapostolische Kirche International umgesetzt werden könnten (siehe hierzu Ideensammlung). Wer sich in einer Arbeitsgruppe zum Thema Schöpfungsverantwortung in der Neuapostolischen Kirche für die Umsetzung solcher Vorschläge engagieren will, meldet sich bei uns unter schoepfungsverantwortung(at)posteo.de.