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Leitfaden für Nachhaltigkeit in Gemeinden veröffentlicht

Zum Internationalen Jugendtag (IJT), im Mai 2019, wird der vierte Leitfaden der Initiative offiziell veröffentlicht. Er trägt den Titel „Wir machen uns stark für die Schöpfung! – Impulse für Gemeinden sowie Christinnen und Christen“.

Titelblatt GemeindeleitfadenLeitfaden als Download, auf dem IJT oder danach in gedruckter Form

Vorab ist er bereits ab heute als Download auf unserer Homepage erhältlich. Direkter Download hier bzw. unter dem Menüpunkt „Materialien„. Der Leitfaden kann nach dem IJT auch in gedruckter Form bei uns bestellt werden, sofern noch Exemplare vorhanden sind. Schreiben Sie uns dazu einfach eine Mail.

Über 50 Ideen und Impulse

Der Leitfaden enthält über 50 Ideen und Impulse für eine nachhaltige Gemeinde sowie den Alltag. Dabei deckt er thematisch die relevantesten Handlungsfelder in Bezug auf die Themen Klima-, Umwelt- und Naturschutz ab: Energie und Ressourcen, Mobilität, Beschaffung und Verpflegung sowie (Kirch-)Garten.

Ziel des Leitfadens

Mit der Broschüre „Wir machen uns stark für die Schöpfung! – Impulse für Gemeinden sowie Christinnen und Christen“ möchten wir aufzeigen, an welchen Stellschrauben Gemeinden und Gläubige drehen können, um nachhaltiger, also mehr im Einklang mit der Schöpfung zu leben und zu handeln.

Wir hoffen, dass sich viele Kirchengemeinden durch den Leitfaden aktiv mit dem Thema Schöpfungsverantwortung auseinandersetzen und Maßnahmen für mehr Schöpfungsverantwortung umsetzen.

Handreichung für Gemeinden zum Thema Ernährung erschienen

Ernährung ist eine persönliche Entscheidung

Ernährung ist wohl für jede und jeden ein sehr wichtiges und präsentes Thema. „Was koche ich mir heute?“ und „Sollte ich mich gesünder ernähren?“ sind nur zwei der Fragen, die man sich mal mehr, mal weniger stellt. Die Entscheidung darüber, was wir essen und welche Vorlieben wir dabei haben, ist eine sehr persönliche – und das ist auch gut so!

Dennoch gibt es Situationen, in denen wir darauf angewiesen sind, welche Entscheidungen andere beim Thema Ernährung getroffen haben – sei es in der Schulmensa, der Bürokantine oder aber dem sommerlichen Gemeindefest in der Kirche. Dort ist die Auswahl begrenzt und wenn wir Hunger haben, müssen wir essen, was angeboten wird.

Komplexes Thema Ernährung sachlich in einer Handreichung für Gemeinden aufgearbeitet

In sachlicher und einfach verständlicher Sprache beschreibt Dr. Hans Jungelen, Mitglied der Initiative Schöpfungsverantwortung und Priester in der Gemeinde Koblenz, welche traditionellen und aktuellen Ernährungsweisen es gibt sowie was religiöse Speisevorschriften in den drei „Buchreligionen“ (Judentum, Islam und Christentum) vorschreiben – und was nicht.

Neben dieser Beschreibung erläutert er zudem zu Beginn der 37-seitigen Broschüre welche theologischen, sozialen und naturwissenschaftlichen Aspekte das Thema Ernährung mit sich bringt. Am Schluss der Handreichung, die speziell an Kirchengemeinden adressiert ist, formuliert er Empfehlungen, wie Speiseangebote zu kirchlichen Veranstaltungen im Sinne der Schöpfungsverantwortung gestaltet werden können sowie zur guten Gastlichkeit bei interreligiösen Begegnungen, wenn Gemeinden als Gastgeber auftreten.

Dabei appelliert er an die persönliche und christliche Verantwortung für das eigene Wohl, das Wohl der Mitmenschen und das Wohl unserer Umwelt, ohne Ernährungsweisen als „richtig“ oder „falsch“ abzustempeln.

Lesen, herunterladen, selbst ausdrucken

Sie können die Gemeindehandreichung „Ernährung und Schöpfungsverantwortung – Gedanken und Impulse zum Thema christliches Mensch-Umwelt-Verhältnis“ hier lesen und herunterladen. Gerne können Sie die Broschüre auch selbst im A5-Format ausdrucken und in Ihrer Gemeinde vorstellen.

Hans

Die Broschüre ist die dritte, die Hans Jungelen für die Initiative Schöpfungsverantwortung verfasst hat. Bereits vor einiger Zeit erschienen die Leitfäden zu den Themen „Naturnaher Kirchgarten“ und „Naturverträglicher Altarschmuck“ des promovierten Geographen, Diplomingenieurs für Landespflege sowie Gartenbauingenieurs, die sie alle hier herunterladen können.

Themenpapier von NAK karitativ zum Thema Ernährung

Auch NAK karitativ macht in seinem aktuellen Newsletter auf sein Themenpapier „Klima und Ernährung“ aufmerksam (Download hier). Der Fokus liegt dort auf den Auswirkungen unserer Ernährung auf das Klima, denn der Klimawandel spielt in vielen der Projektländer eine große Rolle und trägt mit zur Verschlechterung der Lebensbedingungen dort bei.

Schöpfungsverantwortung für Kinder

Wann sollte man damit anfangen, die Schöpfung zu bewahren und verantwortlich mit ihr umzugehen? So früh wie möglich natürlich! Deshalb setzt sich die Initiative Schöpfungsverantwortung unter anderem dafür ein, dass dieses Thema anschaulich in den kirchlichen Unterrichten behandelt sowie in den Gemeinden praktisch und auch für Kinder erlebbar umgesetzt wird.

Workshop auf Berliner Familientag

Am 25. Juni 2017 fand im Berliner Ältestenbezirk Nordwest erstmals ein Familientag statt. Eingeladen waren Kinder zwischen 0 und 14 Jahren, Eltern und Lehrkräfte. Auf Anfrage führten wir dort einen interaktiven Vortrag zum Thema Schöpfungsverantwortung durch. Nach einem Überblick über die Auswirkungen des Klimawandels und einer kurzen Einführung in die Schöpfungstheologie tauschten sich die anwesenden Kinder und Erwachsenen intensiv darüber aus, was in ihren Gemeinden schon praktiziert wird oder eben auch nicht und überlegten, wo Anknüpfungspunkte für Verbesserungen sein könnten.

Wir haben uns sehr über die rege und interessierte Diskussion gefreut und darüber, dass wir zwei so motivierte neue Mitstreiterinnen für das Thema Schöpfungsverantwortung gewinnen konnten. Man sieht also: Für das Thema Schöpfungsverantwortung gibt es kein Mindestalter, jeder kann mitmachen! 🙂

Einen Artikel über den Familientag lesen Sie hier.

Unterrichtsmaterialien und Veröffentlichungen der NAK

Das Thema Schöpfungsverantwortung taucht nicht nur im Kinder- und Religionsunterricht auf, für den die NAK Unterrichtsmaterialien bereitstellt, sondern wurde neulich auch ausführlich in der Zeitschrift „Unsere Familie“ (UF) und in der beiliegenden Ausgabe von „Wir Kinder“ thematisiert.

In der Rubrik „Glauben vermitteln“ in Ausgabe 11 (05.06.2017) der UF schlägt Bischof i.R. Eberhard Koch aus Süddeutschland vor, wie man Kindern dieses Thema nahebringen kann. Zum Beispiel führt er aus, wie man sich die beiden Schöpfungsberichte und deren Unterschiede erschließen kann.

Zentrales Thema des Artikels ist die Lebensmittelverschwendung, als ökologische Hauptanliegen werden der sparsame, verantwortungsvolle Umgang mit Energie sowie der achtsame Umgang mit sauberem Wasser genannt. Zudem werden acht Praxistipps gegeben, wie auch Kinder helfen können, die Schöpfung zu bewahren. Dies sind unter anderem:

  • sich nicht so oft mit dem Auto fahren lassen, sondern mit dem Fahrrad fahren
  • weniger Fleisch essen
  • Müll vermeiden (z.B. kein Plastikgeschirr verwenden)
  • Recyclingpapier kaufen
  • den Garten naturnah und insektenfreundlich gestalten.

Die Initiative Schöpfungsverantwortung hat sich sehr über diese sehr konkreten Vorschläge und guten Ausführungen gefreut und versucht genau diese Themen und weitere in Gemeinden zu verankern.

Mehr Informationen zur zitierten Ausgabe der Zeitschrift „Unsere Familie“ finden Sie hier. In der beiliegenden Ausgabe von „Wir Kinder“ geht es um das Thema Paradies. Mehr dazu auf den Seiten des Bischoff-Verlags.

Erfolgsrezepte bei der Vermittlung des Themas an Kinder

Das wichtigste Erfolgsrezept ist sicherlich, dass das Thema Schöpfungsverantwortung praktisch angegangen werden sollte, so dass es für die Kinder erlebbar wird und Spaß macht. Als Projekt kann beispielsweise von den Kindern der Sonntagsschule der Kirchgarten oder ein Teil davon gepflegt und für Pflanzen und Tiere attraktiv gestaltet werden. In unserem Leitfaden „Naturnaher Kirchgarten“, der im Frühjahr 2016 erschienen ist, wird beschrieben, wie zum Beispiel ein Insektenhotel oder Nisthilfen gebaut werden können. Zudem sind dort viele weitere Praxistipps für ein naturnahes Gestalten des Kirchgartens enthalten, die auch von Kindern (mit)umgesetzt werden können.

Zudem kann man Kindern gut alle Fragen zur persönlichen Lebensweise erklären und die Zusammenhänge unseres Konsums über den ganzen Globus verteilt (z.B. Kakaoanbau, Bekleidungsherstellung etc.) anschaulich darstellen. Dies kann man zum Beispiel mit den zahlreichen vorhandenen Materialien von Nichtregierungsorganisationen oder kirchlichen Hilfswerken tun, man kann es aber auch praktischer angehen und beispielsweise Jörg Leske, den Geschäftsführer des kirchlichen Hilfswerks NAK karitativ einladen, der diese sehr gut darstellen kann (siehe z.B. in diesem Artikel). Oder man nimmt an einer konsumkritischen Stadtführung teil, wie die Gemeinde Berlin-Humboldthain, siehe hier.

Thema weiter in den Vordergrund rücken

Die Initiative möchte das Thema Schöpfungsverantwortung innerhalb der kirchlichen Unterrichte weiter ausbauen und voranbringen und dazu praxistaugliche Angebote erstellen. Wir freuen uns über Positivbeispiele aus Gemeinden und stellen diese gerne auf unserer Homepage dar. Schicken Sie uns dazu einfach eine E-Mail an schoepfungsverantwortung(at)posteo.de.

Leitfaden naturverträglicher Altarschmuck

Entstanden aus dem „Leitfaden naturnaher Kirchgarten“ hat die Initiative Schöpfungsverantwortung nun ihren zweiten Leitfaden zum Thema Naturverträglicher Altarschmuck veröffentlicht. Autor Hans Jungelen beschreibt darin, warum es sinnvoll ist, beim Blumenschmuck auf saisonale, regionale und eventuell sogar auf Blumen aus dem eigenen Kirchgarten zurückzugreifen und was man beim Verwenden von Topfpflanzen für den Altarschmuck wissen sollte.

Der Leitfaden ist an die für den Blumenschmuck in den Gemeinden zuständigen Gemeindemitglieder gerichtet und will Impulse für einen respektvollen Umgang mit Gottes Schöpfung setzen.

Leitfaden naturnaher Kirchgarten

Die Temperaturen steigen – es grünt und blüht überall. Der Frühling hat schon deutlich Einzug in unseren Gärten gehalten. Auch im Kirchgarten treiben die Pflanzen wieder aus, die Knospen deuten auf blütenreiche Bäume, Sträucher und Stauden hin. 2014-07-24 08.19.08

Und bald schon wird zum ersten Mal in diesem Jahr wieder der Rasenmäher gezückt, der alles schön ordentlich zurückschneidet. Schade eigentlich, die bunte Blumenwiese wäre doch auch ein Hingucker gewesen, oder?

Die Initiative Schöpfungsverantwortung widmet sich in ihrem ersten Leitfaden für Gemeinden dem Thema naturnaher Kirchgarten. In leicht verständlicher Sprache und mit vielen Bildern und Anleitungen erklärt Hans Jungelen, Mitglied der Initiative, promovierter Geograph, Dipl.-Ing. für Landespflege sowie Gartenbauingenieur, wie man den Kirchgarten mit einfachen kleinen Schritten naturnäher gestalten kann.

Für alle Elemente des Kirchgartens wie Rasen, Sträucher, Trockenmauern und Wege beschreibt der Priester aus der Gemeinde Koblenz anschaulich heimische Arten, geeignete Samenmischungen, naturverträgliche Alternativen, Pflegehinweise, Bauanleitungen und vieles mehr.

IMG_6471Auch die Tiere des naturnahen Kirchgartens kommen nicht zu kurz: Auf 6 Seiten werden die Funktionen von Nisthilfen wie Fledermauskästen und Insektenhotels beschrieben, im Anhang des Leitfadens finden sich eigene Bauanleitungen, die bereits großen Zuspruch bei Gemeindefesten fanden und nun den Koblenzer Kirchgarten verschönern.

Das Credo des Leitfadens, welches die Initiative vertritt, lautet hierbei: Jede Gemeinde mit Garten kann mit einfachen und kleinen Schritten zu mehr Schöpfungsverantwortung beitragen und dabei zudem den Respekt vor der Natur unter den Gemeindemitgliedern steigern sowie durch einen entsprechenden Kirchgarten ein buntes und offenes Bild an die Nachbarschaft abgeben.WZ (6)

Übrigens hat sich neulich auch das evangelische Magazin chrismon mit dem Thema naturnahes Gärtnern beschäftigt. Den sehr informativen Artikel kann man hier lesen.