Archiv der Kategorie: Aktionen der Initiative

Rückblick auf die Erntedankaktionen 2019

2019 folgten mindestens neun neuapostolische Gemeinden unserem Aufruf und organisierten unter dem Motto „ Sag Gott DANKE – bewahr seine Schöpfung“ insgesamt 16 Aktionen rund um den Erntedanktag. Eine Übersicht finden Sie in unserer GoogleMaps-Karte. Beim Klick auf die Gemeinden öffnen sich weitere Informationen. Zudem finden Sie in unserem Medienspiegel Berichte über einige der Aktionen.

Hier eine Übersicht der Erntedankaktionen 2019:

Im Bezirk Herford fand am Erntedanktag ein gemeinsamer Gottesdienst statt, den Bischof Peter Johanning in der Gemeinde Herford durchführte. Im Anschluss wurde ein Bezirksfest mit vielen Aspekten der Nachhaltigkeit gefeiert.  Neben einer Ausstellung zu diesem Thema und einem Stand der Kinder zum ökologischen Fußabdruck wurden Tische zum Bau von sogenannten Insektenkirchen und zur Herstellung von Seedballs angeboten. Zudem gab es eine Präsentation zum Thema nachhaltiger Blumenschmuck und es wurden Spenden für den BUND Herford gesammelt (Bericht).

Drei Gemeinden führten Andachten zum Thema Schöpfungsverantwortung durch (Taucha, Berlin-Humboldthain und Lütgendortmund). Von etlichen weiteren Gemeinden wurden die von uns zur Verfügung gestellten Andachten angefragt, jedoch wissen wir in diesen Fällen nicht, ob sie stattfanden oder zu einem späteren Zeitpunkt geplant sind. Die Gemeinde Reutlingen feierte eine musikalische Orgel-Andacht zum Erntedanktag (Bericht). Ebenso beliebt waren dieses Jahr wieder Lebensmittelspenden an lokale Tafeln oder Suppenküchen (Gemeinden Lütgendortmund (Bericht), Quelle-Steinhagen und Berlin-Humboldthain).

Die Gemeinde Berlin-Rudow organisierte eine Exkursion zum Thema nachhaltige Lebensmittelproduktion in die „StadtFarm“, die in einem Kreislaufsystem frisches Obst und Gemüse sowie Fisch ressourcenschonend in der Stadt produziert. Im Anschluss fand noch eine Führung durch das angrenzende Landschaftsschutzgebiet Herzberge statt (Bericht). Dieser schlossen sich Mitglieder aus drei Berliner Gemeinden, insgesamt 28 Personen, an. Auch die Gemeinde Trostberg ging auf Exkursion. Die über 20 Personen bekamen eine Führung durch den Umweltgarten, der vom Landesbund für Vogelschutz betrieben wird (Bericht).

In der Gemeinde Berlin-Humboldthain drehte sich kurz vor Erntedank alles um das Thema Textilproduktion. Im Foyer der Kirche war eine ausführliche und teils interaktive Ausstellung aufgebaut. Zudem berichtete eine Mitarbeiterin des Umweltbundesamtes und Gemeindemitglied in Erkner bei Berlin über ihre Dienstreisen in die Produktionsländer Indien und Pakistan und ihre Arbeit für eine verantwortungsvolle Textilproduktion (Bericht). In der Gemeinde Aitrach wurde in einem Vortrag über das Thema Schöpfungsverantwortung berichtet.

Die Gemeinde Quelle-Steinhagen zeigte die Fotoausstellung der Initiative Schöpfungsverantwortung zum Thema „Wundervolle Schöpfung“, ergänzt durch Informationen zum Thema Nachhaltigkeit. Zudem waren die Mitglieder der Gemeinde am Erntedanktag dazu aufgerufen, autofrei in den Gottesdienst zu kommen.

Aufruf zu Erntedankaktionen 2019

In zwei Wochen, am 6. September, findet der diesjährige ökumenische Tag der Schöpfung, der von der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen organisiert wird, statt. Die zentrale Feier dazu findet auf der Bundesgartenschau in Heilbronn statt. Einen Monat später, am 6. Oktober, feiern wir wieder Erntedanktag.

Aufruf der Initiative Schöpfungsverantwortung

Die Initiative Schöpfungsverantwortung ruft erneut dazu auf, den Erntedanktag bzw. die „ökumenische Schöpfungszeit“ vom 1.9. bis 4.10. zu nutzen, um auf das Thema Schöpfungsverantwortung aufmerksam zu machen.

Flyer VorderseiteUnter dem Motto „Sag Gott DANKE – bewahr seine Schöpfung“ sollen dezentral in den Gemeinden Aktivitäten stattfinden. Dabei kooperieren wir mit der seit Jahren stattfindenden Erntedankaktion der Gebietskirche NRW (www.erntedanktag.de).

Flyer bestellen

Unseren Flyer zur Aktion finden Sie hier. Sie können diesen zur Bewerbung der Aktion sowie den Flyer „Die Initiative stellt sich vor“ bei uns bestellen. Schreiben Sie uns einfach eine E-Mail an schoepfungsverantwortung(at)posteo.de mit der gewünschten Anzahl und Ihrer Adresse.

Inspiration für Ihre Aktion

Seit 2015 organisierten etliche Gemeinden Erntedankaktionen, Details gibt es hier (für 2017), hier (für 2016) und hier (für 2015) (2018 riefen alle Gebietskirchen zu Aktionen auf, so dass wir letztes Jahr keinen eigenen Aufruf starteten). Viele weitere Ideen für Aktionen finden Sie in unserer Ideenliste.

Materialien von uns

Gerne können Sie auch unsere Fotoausstellung zum Thema „Wundervolle Schöpfung“ zeigen. Laden Sie sich die Materialien einfach hier von unserer Seite herunter, lassen Sie die Fotos auf Fotopapier ausdrucken und fertig!

Eine von uns erstellte Andacht zum Thema „Die Schöpfung preisen – die Schöpfung bewahren“ (Dauer: ca. 30 Min) senden wir Ihnen gerne auf Anfrage zu, so dass Sie diese bei sich in der Gemeinde halten können.

Übersicht über gemeldete Aktionen

Auch dieses Jahr wurden bereits Erntedankaktionen organisiert. Wo sehen Sie in dieser Karte, Details erhalten Sie beim Klick auf die bunten Markierungen.

Es sollen noch viel mehr Erntedankaktionen werden – jetzt sind Sie gefragt!

Wir möchten auf unserer Homepage gerne auf alle Aktionen hinweisen und diese in unsere Karte und Liste mit aufnehmen. Bitte melden Sie sich dazu bei uns:

Bald ist Erntedank!

Wir befinden uns wieder in der Schöpfungszeit – den Wochen vor dem Erntedanktag.

Ökumenischer Tag der Schöpfung 2018

Morgen, am Freitag, den 7. September 2018, findet der jährlich von der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland organisierte „ökumenische Tag der Schöpfung“ statt. Dazu wird es vielerorts Veranstaltungen geben. Die zentrale Feier des ökumenischen Schöpfungstags wird 2018 in Starkow in Mecklenburg-Vorpommern stattfinden, das Motto lautet „Von meinen Früchten könnt ihr leben“. Auch die NAK wird an den Feierlichkeiten beteiligt sein.

Mehr Infos zum Schöpfungstag finden Sie hier, das Programm zur Veranstaltung in Starkow finden Sie unter anderem hier und weitere regionale Veranstaltungen sind hier aufgelistet.

Zentraler Aufruf zu Aktionen innerhalb der NAK

Innerhalb unserer Kirche gibt es dieses Jahr den zentralen Aufruf aus der Bezirksapostelversammlung Europa, in den Gemeinden Aktivitäten rund um den Erntedanktag zu organisieren. Der Erntedanktag wird dieses Jahr am 7. Oktober gefeiert; das Motto, unter dem die Aktivitäten stehen sollen, lautet „Gott sei Dank“. Für die Koordination sind die Gebietskirchen zuständig, die Gemeinden haben jedoch meist recht freie Hand, welche Aktivitäten sie organisieren und umsetzen wollen.

Die Initiative freut sich darüber, dass das Thema Erntedank im Jahr 2018 so zentral in unserer Kirche behandelt wird und einen Fokus im Gemeindeleben bilden soll!

Neben den Aktionen in den Gemeinden soll auch öffentlichkeitswirksam zu den Erntedankgottesdiensten aufgerufen werden. Dazu werden in ganz Deutschland – wie in den letzten Jahren in NRW – Plakatwände angemietet und das Poster mit den lachenden Kürbissen aufgehängt.kürbisse erntedanktag 2018

Ideenliste der Initiative Schöpfungsverantwortung

Der zentrale Aufruf innerhalb der europäischen Gebietskirchen der NAK ist der Grund, warum die Initiative Schöpfungsverantwortung dieses Jahr keinen eigenen Aufruf zur Organisation von Erntedankaktionen – wie in den letzten drei Jahren seit 2015 – gestartet hat.

Die Ideenliste, die von der Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit (AG ÖFA) der NAK erarbeitet wurde, greift jedoch sehr viele Ideen der Initiative Schöpfungsverantwortung auf, wie beispielsweise die Andacht „Die Schöpfung preisen – die Schöpfung bewahren“, die wir 2016 konzipiert haben. Die 30-minütige Andacht mit Texten, Liedern und Lesungen schicken wir gerne auf Anfrage zu.

Unsere Ideenliste, die sich in großen Teilen mit der der AG ÖFA überschneidet, finden Sie hier. Zudem finden Sie auf diesen Unterseiten eine Übersicht über die Aktivitäten, die Gemeinden in den Jahren 2015, 2016 und 2017 organisiert haben. Vielleicht bietet Ihnen das Inspiration für die Planung der Aktionen in Ihrer Gemeinde.

Materialien für Ihre Aktion zum Erntedanktag

Konkrete und direkt für Sie nutzbare Materialien (Link zur Download-Seite), die die Initiative Schöpfungsverantwortung bereitstellt, sind:

  • Andachten zum Thema „Die Schöpfung preisen – die Schöpfung bewahren“ (30 Minuten), zum Thema des ökumenischen Schöpfungstags „Von meinen Früchten könnt ihr leben“ (30 Minuten) und eine verkürzte Version mit Teilen beider Andachten (20 Minuten)
  • Eine Fotoausstellung zum Thema „Wundervolle Schöpfung“
  • Leitfäden für Gemeinden zu den Themen „Naturnaher Kirchgarten“ (mit Bauanleitungen für Insektenhotels, Nisthilfen und weiteren praktischen Tipps, z.B. zum Anlegen von Steingärten), „Naturverträglicher Altarschmuck“ und „Ernährung und Schöpfungsverantwortung“
  • Eine Präsentation mit Skript zum Thema Schöpfungsverantwortung (naturwissenschaftliche und theologische Hintergründe, Vorstellung der Initiative, Anregungen für die konkrete Umsetzung in Gemeinden)
  • Flyer mit Ideen für den Erntedanktag und über die Initiative Schöpfungsverantwortung

Des Weiteren finden Sie auch auf der Seite der ACK zum ökumenischen Schöpfungstag diverse Materialien wie Predigtanregungen, Lieder und Gebete.

Aktionen in Ihrer Gemeinde und Berichte darüber

Wir freuen uns über die vielfältigen Ideen und Aktionen dieses Jahr zu Erntedank und über alle Glaubensgeschwister, die sich bei uns gemeldet haben, um Anregungen zu bekommen, Materialien zu bestellen oder uns über ihre Aktivität zu informieren!

Gerne berichten wir auf unserer Facebookseite oder hier auf der Homepage über Ihre Aktion! Schicken Sie uns dazu einfach einen Link zum Bericht oder Fotos und einen Bericht an schoepfungsverantwortung(at)posteo.de.

Wir wünschen Ihnen und Ihrer Gemeinde bei allen Aktivitäten gutes Gelingen und viel Freude sowie eine gesegnete Schöpfungszeit/einen gesegneten Erntedanktag!

Initiative beendet aktive Arbeit als Fachgruppe für den IJT 2019

Seit November 2016 beschäftigte sich die Initiative Schöpfungsverantwortung damit, wie der im kommenden Jahr stattfindende Internationale Jugendtag (IJT) umweltfreundlich gestaltet werden kann. Nun beenden wir die aktive Mitarbeit als Fachgruppe im Organisationsteam, stehen jedoch selbstverständlich weiterhin auf Anfrage zur Seite.

Grund für den Rückzug ist die schwache Resonanz der anderen Organisationsteams auf unsere Vorschläge und die aus unserer Sicht mangelnde Unterstützung des Leitungsgremiums, das Thema Umweltschutz konsequent in den relevanten Bereichen zu berücksichtigen.

Die Basis – das Umweltschutzkonzept

Im November 2016 legte die Initiative Schöpfungsverantwortung ihren 9-seitigen Vorschlag für ein umfassendes Umweltschutzkonzept (Link zum Papier) für den Internationalen Jugendtag (IJT), der vom 30.5.-2.6.2019 auf dem Gelände der Messe Düsseldorf stattfinden wird, vor.

Im Vorfeld dazu hatte die Initiative Kontakt zum Projektmanager des IJT aufgenommen, von welchem sie dazu eingeladen wurde, sich aktiv in die Planungen und die Organisation einzubringen. Im April 2017 war die Initiative dann durch drei Personen bei der Auftaktsitzung aller Projekt- und Fachgruppen vertreten und präsentierte die Schwerpunkte des Konzepts: Verringerung schädlicher Umweltauswirkungen in den Bereichen Verpflegung, Mobilität und beim Willkommenspaket. Diese wurden bereits in der ersten Sitzung von einigen Gruppen überraschend kontrovers diskutiert und teilweise äußerst kritisch hinterfragt.

Mit Unterstützung des Projektmanagers führte die Initiative ihre Arbeit in der Fachgruppe 9 „Schöpfungsverantwortung“ jedoch weiter fort, trat bei den folgenden Sitzungen, per E-Mail und einem persönlichen Treffen mit dem Caterer für den IJT an die relevanten anderen Gruppen heran und versuchte, Impulse zu setzen und Entscheidungen in eine umweltfreundliche Richtung zu lenken. Ziel war, dass möglichst jede Gruppe mindestens ein Leuchtturmprojekt zum Thema Schöpfungsverantwortung umsetzt.

Die (kleinen) Erfolge

Dies gelang in einigen Punkten, wenngleich die Entscheidungen teilweise nicht (nur) aus Umweltschutz-, sondern z.B. auch aus Kostengründen gefällt wurden und somit nicht zwangsläufig auf unsere Bemühungen zurückgeführt werden können. So wird es beispielsweise im Willkommenspaket – aus heutiger Sicht – keine Powerbanks für alle Teilnehmenden geben. Die Herstellung dieser technischen Geräte für voraussichtlich mehr als 30.000 Personen, wovon die Mehrzahl sicherlich bereits solch ein Gerät besitzt, hätte enorm viel Energie und seltene Rohstoffe bedeutet, zudem findet die Herstellung meist unter äußerst fraglichen Arbeitsbedingungen statt. Stattdessen wird man sich bei Bedarf eine Powerbank im IJT-Shop vor Ort kaufen können, was die  Initiative Schöpfungsverantwortung ausdrücklich begrüßt.

Zudem plant der Caterer diesmal weit weniger (Plastik-)Verpackungen als beim EJT 2009 einzusetzen und z.B. zum Frühstück eine offene Theke für Käse und Wurst anstatt eingeschweißte, vorgepackte Portionen anzubieten. Außerdem sollen durch verschiedene Maßnahmen Lebensmittelabfälle verringert werden.

Begrenzte Einflussmöglichkeiten

In zahlreichen Punkten wurden unsere Vorschläge jedoch abgelehnt, ein konsistentes Umweltkonzept bzw. einen roten Faden in diese Richtung wird es leider – aus heutiger Sicht – nicht geben. Insbesondere betrifft dies unsere Hinweise für eine umweltverträgliche Verpflegung – also einen hohen Anteil vegetarischer, regionaler, biologisch erzeugter oder fair gehandelter Produkte.

Unser Fazit

Trotz einiger guter Maßnahmen wird der IJT – aus heutiger Sicht – unseren Erwartungen an eine umweltfreundliche Großveranstaltung bei Weitem nicht gerecht. Auch günstige oder kostensparende von uns vorgeschlagene Maßnahmen, wie die Reduzierung des Fleischangebots, wurden abgelehnt. Leuchtturmprojekte wie das ausschließliche Angebot fair gehandelten Kaffees und Tees oder Apfelsaft von regionalen Streuobstwiesen werden noch geprüft oder wurden als nicht umsetzbar eingestuft.

Leider konnten wir als Initiative und Fachgruppe nicht mehr erreichen und sehen auch für die verbleibende Zeit bis zum IJT nicht, dass sich noch viel in Richtung Umweltfreundlichkeit bewegen wird. Daher haben wir beschlossen, unsere aktive Mitarbeit an der Organisation des IJT zu beenden und „nur“ noch auf Anfrage beratend zur Seite zu stehen.

Aus unserer Sicht muss sich der IJT an anderen (christlichen) Großveranstaltungen messen lassen – und dort spielt Nachhaltigkeit oft eine große Rolle. Zudem verpasst der IJT aus unserer Sicht die Chance, Werte wie Verantwortung für Gottes Schöpfung (Menschen, Tiere, Pflanzen) und die damit verbundene Nächstenliebe als starke verbindende Elemente für die Veranstaltung zu nutzen, insbesondere, da es sich um einen Jugendtag handelt und dieses Thema gerade bei Jugendlichen eine zunehmende Bedeutung erfährt und sie besonders betrifft.

Die Initiative auf dem IJT 2019

Die Initiative wird trotzdem mit verschiedenen Beiträgen auf dem IJT 2019 vertreten sein:

  • An allen Tagen werden wir mit einem Stand auf dem Messegelände vertreten sein.
  • Wir werden ein oder mehrere Male einen Workshop zum Thema „Schöpfungsverantwortung in Gemeinden leben“ anbieten.
  • Voraussichtlich werden wir eine Andacht zum Thema Schöpfungsverantwortung gestalten.

Gelungener Workshop zum Thema Suffizienz auf dem Nordostdeutschen Jugendtag 2018 in Leipzig

Zum ersten Nordostdeutschen Jugendtag, der vom 15. bis 17. Juni 2018 in Leipzig stattfand, boten Vertreterinnen und Vertreter der Initiative Schöpfungsverantwortung einen Workshop zum Thema Suffizienz an. Die Resonanz war überwältigend: Rund 100 Teilnehmende, die gerade so in den Raum passten, nahmen daran teil.

Suffizienz als wichtige Säule für Nachhaltigkeit

Einführung in das Thema SuffizienzDa der Begriff Suffizienz nicht allen geläufig sein dürfte, wurde als Titel humorvoll „Suffizienz! – Suffi was?“ gewählt, mit dem Zusatz „Verantwortliches Leben im Einklang mit Gottes Schöpfung“.

In der einleitenden Präsentation wurde dann ausgeführt, dass Suffizienz zum Beispiel mit Genügsamkeit beschrieben werden kann und neben den Strategien Effizienz (wie die Herstellung energiesparenderer Geräte) und Konsistenz (wie der Umstieg von fossil auf erneuerbar hergestellten Strom) eine wichtige Säule für Nachhaltigkeit bildet.

Inspirierende Gruppenarbeiten

Das Kernstück des Workshops bildete der Austausch in Kleingruppen. Die Themen der fünf Gruppen waren:

  • Worüber definiere ich mich? – Rollenspiel
  • Was hat Suffizienz mit dem Leben Jesu zu tun? Wie fordert Jesu die Menschen auf, ihr Leben im Sinne der Genügsamkeit zu gestalten?
  • Was macht mich glücklich? Welche immateriellen Dinge sind es, die das eigentliche Glück im Leben als ChristIn ausmachen?
  • Wie sehe ich, als JugendlicheR meine Zukunft? Wie lässt sich mein Leben so gestalten, dass auch meine Kinder und Enkelkinder noch die Voraussetzungen für ein lebenswertes, glückliches Leben haben?
  • Welche Kraftquellen und welche Orientierung geben mir mein Glaube, um gegen den Strom zu schwimmen? Wie kann ich im täglichen Leben zeigen, dass ich durch Genügsamkeit meine Verantwortung für die Schöpfung wahrnehme?

In intensiven Gesprächen und Diskussionen tauschten sich die Teilnehmenden über diese Themen aus bzw. entwickelten innerhalb kürzester Zeit ein Rollenspiel und trugen danach ihre Gedanken und Ergebnisse vor.

Fazit

Wir haben uns sehr über das große Interesse am Workshop gefreut! Dies bestätigte uns in unserer Annahme, dass das Thema Schöpfungsverantwortung im Allgemeinen und im Speziellen auch das von vielen kritisch beäugte Thema Suffizienz bzw. Genügsamkeit insbesondere Jugendlichen sehr wichtig ist und sie beschäftigt.

Hier finden Sie den Bericht über den gesamten Jugendtag auf der Jugendtags-Homepage.

Jahresrückblick 2017

Das Jahr 2017 ist zwar schon eine Weile her, trotzdem lohnt es sich, nochmals auf die Aktivitäten und alles, was zum Thema Schöpfungsverantwortung passiert ist, zurückzublicken:

  • Gruppenbild_AusschnittVom 7.-9. April fand unser Jahrestreffen statt. Gastgeber waren unsere Mitglieder aus Koblenz. Den inhaltlichen Schwerpunkt des Treffens bildeten unsere Planungen für den IJT 2019. Einen Bericht zum Treffen gibt es hier.
  • Im April fand das erste Treffen der Fach- und Projektgruppen zum IJT 2019 statt. Wir sind als Fachgruppe 9 „Schöpfungsverantwortung“ bei den regelmäßigen Treffen vertreten und versuchen in allen Bereichen unsere Ideen für einen nachhaltigen IJT einzubringen. Die Grundlage dafür bietet das Umweltkonzept, das wir dafür ausgearbeitet haben.
  • IMG_5019Im Mai 2017 fand der deutsche evangelische Kirchentag (DEKT) in Berlin statt. Unsere Kirche war wieder mit einem Stand auf dem „Markt der Möglichkeiten“ vertreten.  Dort durften wir am Samstag, den 27.5. einen Programmpunkt mit dem Titel „Voneinander lernen – Schöpfungsverantwortung in Gemeinden leben“ gestalten. Sieben Mitglieder unserer Initiative stellten die Themen, die wir bearbeiten, vor. Mehr dazu lesen Sie hier, Videos zu den einzelnen Themenblöcken gibt es (auch ohne Registrierung) auf unserer Facebookseite.
  • Im Jahr 2017 führten wir unter anderem Workshops auf dem Familientag Berlin-Nordwest und dem Jugendtag des Apostelbereichs Hannover-Südwest durch.
  • Andacht Rudow 1.09.201713 Aktivitäten wurden als Erntedankaktivitäten in zahlreichen Gemeinden in ganz Deutschland organisiert. Mehr dazu finden Sie hier.
  • Das NAK-Jahresmotto 2017 „Ehre sei Gott, unserm Vater“ stellte auch explizite Bezüge zum Thema Schöpfungsverantwortung her, wie unter anderem der Stammapostel betonte. Auf unserer neuen Unterseite können Sie Zitate des Stammapostels sowie Links auf Texte und Videos einsehen.
  • Führung Biohof Taucha 22.09.2017Über 1.800 Personen besuchten im Jahr 2017 unsere Homepage und klickten insgesamt auf über 5.400 Seiten. Auf Facebook hat sich unser „Freundeskreis“ auf über 200 ausgeweitet.

Blick auf 2018

Das erste Highlight wird voraussichtlich das Jahrestreffen Ende März in Trostberg sein, zu welchem alle Interessierten herzlich eingeladen sind.
Zudem steht ein Workshop auf dem Nord- und Ostdeutschen Jugendtag in Leipzig an und ein Vortrag auf Einladung des Netzwerks Apostolische Geschichte im Archiv Brockhagen.
Daneben werden wir weiter daran arbeiten, unsere Ideen zur Schöpfungsverantwortung in die Planung des IJT 2019 einzubringen.
Was das Jahr 2018 sonst noch alles mit sich bringt? Wir sind gespannt!

Rückblick auf die Erntedankaktionen 2017

Erntedank ist schon wieder eine Weile her, doch es lohnt sich auch heute noch, einmal auf die Erntedakaktionen aus dem vergangenen Jahr zurückzuschauen. Im Jahr 2017 fanden in neun Gemeinden, teilweise für mehrere Gemeinden zusammen oder einen ganzen Ältestenbezirk, insgesamt 13 Erntedankaktionen im deutschsprachigen Raum statt.

Die Aktionen kann man in vier Kategorien einordnen:

  1. Geistliche Aktionen: In den Gemeinden Berlin-Rudow, Taucha und Dortmund fanden jeweils Andachten zum Thema Schöpfungsverantwortung statt. In Rudow fand diese für den ganzen Ältestenbezirk Berlin-Süd am „ökumenischen Tag der Schöpfung“ statt und zog 50 BesucherInnen an. In Dortmund war sie Teil der Festivitäten zum Gemeindejubiläum, in Taucha wurde sie ökumenisch durchgeführt. 

  2. Informatorische Aktionen in der Natur: Gleich fünf Gemeinden luden zu einer Wanderung oder Führung in der Natur ein. Die Gemeinde Frielendorf (Taunus) pilgerte einen Teil des Elisabethpfads und beschäftigte sich während der Pausen mit dem Thema Schöpfungsverantwortung. Die Gemeinde Kirchheim (Teck) organisierte einen Entdeckungsspaziergang rund um die Kirche mit Wissenswertem zu Biodiversität und Naturschutz. Die Gemeinde Taucha besuchte einen Biohof und erfuhr einiges über diese naturverträgliche Form der Lebensmittelerzeugung. Die Gemeinden Berlin-Rudow und -Humboldthain erwanderten gemeinsam den Wald.Berlin.Klima-Pfad, der viele Informationen zur Rolle der Wälder und dem Klimawandel bereithielt. 

  3. Lebensmittelspende_HumboldthainLebensmittelspenden: In den Gemeinden Berlin-Humboldthain und Bremen-Mitte wurden Lebensmittel gesammelt und an eine karitative Einrichtung gespendet.
  4. Kulinarische Aktionen: In der Gemeinde Emmendingen fand für die Gemeinden Emmendingen, Köndringen und Freiamt ein vegetarisch-veganer Brunch mit Gedanken und Austausch zum Thema Erntedank und Schöpfungsverantwortung statt. In der Gemeinde Trostberg wurden die Gaben des Erntedankaltars gemeinsam verspeist und so, dass nichts weggeworfen werden musste. In der Gemeinde Kirchheim (Teck) fand ein Brunch unter dem Motto „Selbstgemachtes aus nachhaltigen und regionalen Zutaten“ statt.

Berichterstattung über einige der Aktivitäten finden Sie in unserem Medienspiegel.

Im Jahr 2018 soll es in ganz Europa Erntedankaktionen in den Gemeinden geben. Das hat die Bezirksapostelversammlung Europa beschlossen. Die konkrete Umsetzung liegt bei den Gebietskirchen. Wir wünschen für alle Planungen schonmal gute Ideen und viel Freude. Unsere Ideenliste für Erntedankaktionen finden sie hier.