Schöpfungsverantwortung für Kinder

Wann sollte man damit anfangen, die Schöpfung zu bewahren und verantwortlich mit ihr umzugehen? So früh wie möglich natürlich! Deshalb setzt sich die Initiative Schöpfungsverantwortung unter anderem dafür ein, dass dieses Thema anschaulich in den kirchlichen Unterrichten behandelt sowie in den Gemeinden praktisch und auch für Kinder erlebbar umgesetzt wird.

Workshop auf Berliner Familientag

Am 25. Juni 2017 fand im Berliner Ältestenbezirk Nordwest erstmals ein Familientag statt. Eingeladen waren Kinder zwischen 0 und 14 Jahren, Eltern und Lehrkräfte. Auf Anfrage führten wir dort einen interaktiven Vortrag zum Thema Schöpfungsverantwortung durch. Nach einem Überblick über die Auswirkungen des Klimawandels und einer kurzen Einführung in die Schöpfungstheologie tauschten sich die anwesenden Kinder und Erwachsenen intensiv darüber aus, was in ihren Gemeinden schon praktiziert wird oder eben auch nicht und überlegten, wo Anknüpfungspunkte für Verbesserungen sein könnten.

Wir haben uns sehr über die rege und interessierte Diskussion gefreut und darüber, dass wir zwei so motivierte neue Mitstreiterinnen für das Thema Schöpfungsverantwortung gewinnen konnten. Man sieht also: Für das Thema Schöpfungsverantwortung gibt es kein Mindestalter, jeder kann mitmachen! 🙂

Einen Artikel über den Familientag lesen Sie hier.

Unterrichtsmaterialien und Veröffentlichungen der NAK

Das Thema Schöpfungsverantwortung taucht nicht nur im Kinder- und Religionsunterricht auf, für den die NAK Unterrichtsmaterialien bereitstellt, sondern wurde neulich auch ausführlich in der Zeitschrift „Unsere Familie“ (UF) und in der beiliegenden Ausgabe von „Wir Kinder“ thematisiert.

In der Rubrik „Glauben vermitteln“ in Ausgabe 11 (05.06.2017) der UF schlägt Bischof i.R. Eberhard Koch aus Süddeutschland vor, wie man Kindern dieses Thema nahebringen kann. Zum Beispiel führt er aus, wie man sich die beiden Schöpfungsberichte und deren Unterschiede erschließen kann.

Zentrales Thema des Artikels ist die Lebensmittelverschwendung, als ökologische Hauptanliegen werden der sparsame, verantwortungsvolle Umgang mit Energie sowie der achtsame Umgang mit sauberem Wasser genannt. Zudem werden acht Praxistipps gegeben, wie auch Kinder helfen können, die Schöpfung zu bewahren. Dies sind unter anderem:

  • sich nicht so oft mit dem Auto fahren lassen, sondern mit dem Fahrrad fahren
  • weniger Fleisch essen
  • Müll vermeiden (z.B. kein Plastikgeschirr verwenden)
  • Recyclingpapier kaufen
  • den Garten naturnah und insektenfreundlich gestalten.

Die Initiative Schöpfungsverantwortung hat sich sehr über diese sehr konkreten Vorschläge und guten Ausführungen gefreut und versucht genau diese Themen und weitere in Gemeinden zu verankern.

Mehr Informationen zur zitierten Ausgabe der Zeitschrift „Unsere Familie“ finden Sie hier. In der beiliegenden Ausgabe von „Wir Kinder“ geht es um das Thema Paradies. Mehr dazu auf den Seiten des Bischoff-Verlags.

Erfolgsrezepte bei der Vermittlung des Themas an Kinder

Das wichtigste Erfolgsrezept ist sicherlich, dass das Thema Schöpfungsverantwortung praktisch angegangen werden sollte, so dass es für die Kinder erlebbar wird und Spaß macht. Als Projekt kann beispielsweise von den Kindern der Sonntagsschule der Kirchgarten oder ein Teil davon gepflegt und für Pflanzen und Tiere attraktiv gestaltet werden. In unserem Leitfaden „Naturnaher Kirchgarten“, der im Frühjahr 2016 erschienen ist, wird beschrieben, wie zum Beispiel ein Insektenhotel oder Nisthilfen gebaut werden können. Zudem sind dort viele weitere Praxistipps für ein naturnahes Gestalten des Kirchgartens enthalten, die auch von Kindern (mit)umgesetzt werden können.

Zudem kann man Kindern gut alle Fragen zur persönlichen Lebensweise erklären und die Zusammenhänge unseres Konsums über den ganzen Globus verteilt (z.B. Kakaoanbau, Bekleidungsherstellung etc.) anschaulich darstellen. Dies kann man zum Beispiel mit den zahlreichen vorhandenen Materialien von Nichtregierungsorganisationen oder kirchlichen Hilfswerken tun, man kann es aber auch praktischer angehen und beispielsweise Jörg Leske, den Geschäftsführer des kirchlichen Hilfswerks NAK karitativ einladen, der diese sehr gut darstellen kann (siehe z.B. in diesem Artikel). Oder man nimmt an einer konsumkritischen Stadtführung teil, wie die Gemeinde Berlin-Humboldthain, siehe hier.

Thema weiter in den Vordergrund rücken

Die Initiative möchte das Thema Schöpfungsverantwortung innerhalb der kirchlichen Unterrichte weiter ausbauen und voranbringen und dazu praxistaugliche Angebote erstellen. Wir freuen uns über Positivbeispiele aus Gemeinden und stellen diese gerne auf unserer Homepage dar. Schicken Sie uns dazu einfach eine E-Mail an schoepfungsverantwortung(at)posteo.de.